Die High School
Das Leben an einer amerikanischen High School ist auf der einen Seite ganz anders als was man in den ganzen High School Filmen sieht,aber auf der anderen Seite ist da auch was wahres dran.
Falsch ist z.B.,dass Cheerleader und Football spieler die beliebtesten Leute der Schule sind.Football spieler sind nichts anderes als alle anderen Sportler,nur im Durchschnitt eher nicht ganz so helle.
Cheerleader werden bestenfalls geduldet,sind aber wahnsinnig anstrengend und nervtoetend bei Football oder Basketball games.
An unserer Schule gibt es auch nicht wirklich eine Popularitaets Hierarchie.Klar es gibt verschiedene Gruppen,die sich untereinander auch kaum vermischen;da gibt es die Blondchens,die Kuenstler,die Nerds,die Sportler,die Normalos,die Gangster (nur ca. 4 oder 5 an unserer Schule) und die Pottheads (so ziemlich jeder Kerl hier).
Als Austauschschuelerin hab ich den Vorteil an keine Gruppe gebunden zu sein und ich komme mit allen gut aus.Nur die Blondies sind echt schwer zu ertragen,weil so ziemlich jeder Blondinen Witz auf die Zutrifft (die haben einen maximal IQ von 10) und von daher mach ich mich da nach 10 min aus dem Staub.
Das wichtigste an einer High School ist natuerlich der Sport.Wenn man in einem Team ist,ist man automatisch echt beliebt und wird super unterstuetzt,egal wie gut man ist.Es ist aber auch echt Leistungssport,das heisst man sollte den Sport echt moegen,denn es wird sechs mal die Woche fuer zwei Stunden trainiert.
Bei Heimspielen ist mindestens die halbe Schule und das halbe Dorf anwesend und die Stimmung ist der Hammer.Das ganze nennt sich dann School Spirit.
Durch den ganzen Sporttrubel bleibt natuerlich wenig Zeit um sich auf den eigentlichen Sinn einer Schule zu konzentrieren-akademische Leistung.Von daher ist das Niveau ziemlich im Keller und man kann ohne Probleme nen Einser Durchschnitt halten ohne was zu tun (und ohne Englisch als Muttersprache zu haben).
Habt ihr schonmal einen Vokabeltest als Multiple Choice Test gesehen?Oder eine Mathearbeit mit legalem Spicker geschrieben (den muss man nur hinterher mit einreichen)?Also ich komm mir echt ein wenig veraeppelt vor und ab und zu wuerd ich doch gern mal wieder mein Gehirn benutzen.
Da man hier jeden Tag den gleichen Stundenplan hat,hat man pro Halbjahr auch nur sechs oder sieben Faecher,anstatt 11 oder 12.
Was ich aber echt gerne am amerikanischen Schulsystem mag ist das Kunstprogramm.Dadurch dass man das selbe Fach jeden Tag hat,wird man grade in den kuenstlerischen Faechern echt besser.Im letzten Halbjahr hab ich z.B. gelernt Selbstportraits zu zeichnen,die auch so aussehen wie ich.
Ein anderer echt postiver Aspekt ist das Verhaeltnis zu den Lehrern.Dadurch,dass man als Lehrer in den USA echt wahnsinnig schlecht bezahlt wird,ist sozusagen sicher gestellt,dass nur Leute Lehrer werden die echt Spass am Unterrichten und Umgang mit den Schuelern haben.Ich mag alle meine Lehrer total gerne und weiss,dass ich bei Problemen jederzeit zu ihnen kommen kann.
Fazit:Das Leben an einer High School ist etwas komplett anderes als der graue deutsche Schulalltag und auf jeden Fall eine Erfahrung wert!